Für unseren Familienurlaub auf Menorca haben wir uns für ein Apartment der Anlage Cales de Ponent entschieden. Die gepflegte 3-Sterne Anlage befindet sich ganz im Westen Menorcas.

Vom Flughafen in Mahon aus fährt man mit Mietwagen eine knappe Stunde. Kilometertechnisch ist die Cala Santandria, wo unser Hotel liegt, zwar nicht so weit entfernt, auf Menorca kommt man mit dem Auto allerdings nur recht langsam voran. Es gibt nur eine einspurige „Autobahn“, auf der man aber auch nur 70 km/h fahren darf.

Zur Anlage Cales de Ponent gehören kostenlose Parkplätze, so dass wir direkt unseren Mietwagen abstellen können. In der großen und hellen Eingangshalle befindet sich die Rezeption – durch Klimaanlage enorm herunter gekühlt. Das Einchecken verläuft problemlos auf Englisch und Spanisch und wenig später können wir unser Apartment beziehen.

Es befindet sich ebenerdig, was für uns mit Kinderwagen sehr praktisch ist. Hinein geht man über die Terrasse, zuerst hatten wir eine „richtige“ Eingangstür gesucht. Die Apartments sind alle relativ neu renoviert und hell und modern eingerichtet. Eine Küchenzeile mit kleinem Tisch sowie ein ausziehbares Sofa mit Sideboard und Couchtisch befinden sich im Wohnbereich. Außerdem gibt es einen kleinen Fernseher und eine Klimaanlage. Durch die Klimaanlage konnten wir die Feuchtigkeit im Apartment in Grenzen halten, denn durch das feuchtwarme Wetter war doch alles etwas klamm.

Das Bad ist recht klein und wirkt so, als habe die Renovierung nicht die Bäder inbegriffen. Zudem haben wir zwei Schlafzimmer, eines mit Doppelbett und eines mit einem Einzelbett. Hier steht auch ein Reisebett für Kleinkinder.

Einen Reinigungsservice in dem Sinne gibt es nicht in der Anlage. Alle paar Tage wurden die Handtücher gewechselt und Mülleimer geleert, aber keine Betten gemacht. Aber auch das war für uns in Ordnung und ist ja auch nicht notwendig.

Für unseren Aufenthalt haben wir Halbpension plus gebucht. Dies beinhaltet ein großes Frühstücksbuffet sowie Abendessen mit Getränken „all you can eat“. Gebucht werden könnte auch all inclusive, aber für uns stand das nicht zur Debatte. Was für uns mit Baby sehr unangenehm war, waren die Essenszeiten. Abendessen gab es erst ab 19:30 Uhr, dafür zwar bis 22:30 Uhr, aber wer ein Baby hat weiß, dass 19:30 Uhr eigentlich, zumindest bei den meisten, bereits Schlafenszeit ist. Die anderen Eltern im Hotel, die wir kennengelernt haben, waren über die Essenszeiten ebenfalls wenig begeistert. Zudem ist der Essensbereich durch die Klimaanlage extrem herunter gekühlt. Unser Kleiner saß daher nur mit Mütze und Wollpulli mit bei uns am Tisch.

Das Essen an sich war für uns absolut in Ordnung. Morgens und abends wurde jeweils an einer Livecooking Station frisch zubereitetes Omelette oder Fleisch und Fisch angeboten. Generell gab es jeden Abend etwas anderes, auch wenn die Speisen sich im Grunde ähnelten.

Die Anlage Cales de Ponent verfügt über einen Barbereich und einen Pool. Der Pool ist nicht besonders groß, aber ausreichend. Offiziell dürfen, zumindest laut Schild, keine Kinder unter 6 Jahren dort baden. Tatsächlich haben wir auch keine Kinder dort baden gesehen und auch mit unserem Kleinen haben wir das Meer bevorzugt. Ansonsten ist die Anlage aber schon kinderfreundlich. Es gibt einen kleinen Spielplatz und auch das Personal abends im Restaurant ist sehr kinderlieb.

Die Anlage verfügt über kostenloses W-Lan.

Die Anlage an sich ist schön ruhig, es gibt keine Animation, was wir uns auch so gewünscht haben. So können wir und auch unser Kleiner gut und ruhig schlafen. Nur ein Mal gab es eine Art Disco mit Livemusik, die man in den Apartments nachts noch sehr laut gehört hat. Außerdem gibt es regelmäßige Quiz- und Themenabende.

Die Cala Santandria ist der nächstgelegene Strand. Zu Fuß ist dieser in 2 Minuten zu erreichen. Dort gibt es eine Bar mit Restaurant und ausreichend Platz, um sein Handtuch zu platzieren. Natürlich kann man auch eine Liege mit Schirm buchen.

Fazit:

Für eine Woche haben wir uns prinzipiell auf jeden Fall wohlgefühlt. Mit Baby würden wir die Anlage dennoch nicht mehr buchen, da die Essenszeiten wirklich unpraktisch waren und auch die Klimaanlage den Restaurantbereich viel zu kalt gemacht hat. So hatte ich immer Bedenken, ob sich unser Kleiner dort nicht eine Erkältung einfängt und auch wir Erwachsenen mussten uns immer warm anziehen.

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