Der Dörnberg, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Zierenberg, begleitet mich schon mein ganzes Leben. Bereits als kleines Kind habe ich zusammen mit meiner Familie Ausflüge dorthin unternommen und mich vor Freude kaum noch eingekriegt, als mein Onkel einmal in einen Kuhfladen getreten ist (wie meine Mama mir erst kürzlich wieder in Erinnerung gerufen hat). Der Dörnberg steht für mich für die wunderschöne Natur in Nordhessen, für Heimat und Wohlfühlen.
Es gibt den Hohen Dörnberg, den Kleinen Dörnberg und die Helfensteine. Und eine Masse an wunderschönen Wanderwegen. Hier kann man einfach immer eine tolle Tour unternehmen. Und die Landschaft ist sowieso ein Traum: von Wäldern über Hügel und weite Wiesen ist hier alles vorhanden.
Ich persönlich liebe die Sicht, die man von hier hat. Für dieses hügelig-bergige Gebiet schlägt mein Herz. Wenn ich hier bin, könnte ich die ganze Zeit nur „oh, wie schön, oh, wie schön“ vor mich hin rufen.
Nun, Mitte September, möchte ich Stefan endlich meinen nordhessischen Lieblingsberg zeigen. Das Wetter spielt einigermaßen mit, zum Glück regnet es nicht. Zu viert bzw. vierteinhalb (Mama, Papa, Stefan, ich und natürlich Eros) machen wir uns auf den Weg zu den Helfensteinen. Zuerst laufen wir über eine große Wiese. Oft weiden hier Kühe (es liegen wirklich ÜBERALL Kuhfladen rum) oder es gibt Segelflugbetrieb. Heute ist aber alles ruhig. Nur wenig Menschen sind außer uns unterwegs. Zu den Helfensteinen geht es relativ steil bergauf, ist aber gut zu laufen. Der kleine Eros springt munter zwischen uns herum und genießt sichtlich den Ausflug. Ein Schild macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns auf dem Kassel Steig befinden. Wie schön! Kassel hat einen eigenen Steig! Das lässt mein Herz und meine Heimatliebe direkt höher schlagen.
Wir klettern ein bisschen auf den Steinen rum und genießen den Blick zurück zum Kleinen Dörnberg. Herrlich! Nun soll es zum Hohen Dörnberg gehen. Das ist selbst für mich eine Premiere, ich habe es bisher immer nur auf die Helfensteine geschafft. Der Weg wird nun schmaler und ist rechts und links von hohen Gräsern eingeschlossen. Wir können nur noch hintereinander gehen. Oben angekommen bietet sich uns ein grandioser Blick auf die Helfensteine und die komplette Umgebung. Auch den Herkules können wir sehen. Das ist meine Heimat!
Leider wartet auf uns heute noch die Rückfahrt nach Düsseldorf, so dass wir nur einen halben Tag zur Verfügung haben. Also machen wir uns relativ schnell wieder auf den Rückweg.
Ich bin happy, dass Stefan nun noch ein weiteres Stück meiner Heimat kennt, vor allem eins, was mir so sehr am Herzen liegt. Und für die nächsten Ausflüge hierher warten noch tolle Wege und Pfade auf uns.
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